Behördenwillkür gegen Gesundheitsprojekt – öffentlicher Brief

Widerspruch zu dem, von Ihnen festgesetzten Strafmaß, in Höhe von 500,- Euro und die ungeprüfte auf den Sachverhalt bezogene Einstellungsanordnung, vom 20.03.2019 zum Aktenzeichen 63/03/01012/19/OR  

Sehr geehrte Frau Harzmann,

entschuldigen Sie bitte, dass ich meinen Wiederspruch erst so spät abgebe, ich musste mir erst einmal einen Überblick drüber verschaffen was hier eigentlich abläuft. Als erfolgreiche Therapeutin versuche ich natürlich alles in seinen Zusammenhängen zu sehen, dabei ist mir folgendes aufgefallen.

Schon als wir in einem guten Team einen Businessplan für unseren Erholungspark geschrieben haben und Ihn den Stadtverordneten und der Bevölkerung von Zossen vorstellten, hat uns zwar niemand zugetraut das Projekt auch umzusetzen, doch die Idee hat jedem gefallen und so bekamen wir das Einverständnis den B-Plan durchzuführen. 

Mit Blut und Schweiß, Verzicht auf Disco, nicht Essen gehen und 2 Kurzurlaube – Touristenklasse in 10 Jahren und dann komme ich an den Punkt, an dem ich weitergestallten kann, zu unserer und aller meiner Patienten Freude. Tatsächlich 1.500 Patienten stehen an meiner Seite und sind begeistert darüber, was hier auf meinem Grund und Boden passiert, ob nun gestalterisch oder aus medizinischer Sicht.

Dann kommt der Tag, an dem mein eingesetzter Bauleiter, Herr Herfurth, auf Herrn Westendorf trifft, weil er meine Bauanträge persönlich abgeben sollte. 6 kleine Ferienhäuser und ein Gesundheitshaus sollten errichtet werden. Nach monatelanger gründlicher Prüfung kam Herr Westendorf zu dem Schluss, dass 3 der sechs geplanten Ferienhäuser nicht bebaut werden können, weil die Häuser, dann zu einem Teil auf städtischem Land liegen würde. Ich versuchte alles, um mit der Stadt zu einer schnellen Lösung zu kommen, doch habe tatsächlich trotz aller Bemühungen und Telefonate erst nach zwei Wochen einen Ansprechpartner gefunden. Frau Rösler wollte sich darum kümmern, das war das letzte was ich vor 4 Monaten von Ihr gehört hatte, das geht jetzt schon seit 2015 so.

Ich nahm nun also Plan B und zog mich auf die übrigen Baufelder zurück, als mein Bauleiter die Änderung bei Herrn Westendorf abgab fragte er, ob er Ihm einen vorzeitigen Beginn auf Antrag genehmigen würde. Herr Westendorf fragte wofür soll das gut sein. Mein Mitarbeiter sagte Ihm er würde gern den Oberboden in den Baufeldern schon einmal abtragen, weil dann die Position der Ferienhäuser in den Baufeldern besser bestimmt werden kann und außerdem könnte er bei der Gelegenheit gleich die Reste eines alten Fundaments aus Baufeld 11 entfernen. Sein durchaus vernünftiger Vorschlag wurde aber abgelehnt, weil Herr Westendorf der Meinung war es muss 100 % so gebaut werden wie es auch vorher festgelegt worden ist.

Da ich eine vernunftbezogene Frau bin, kann ich die Entscheidung von Herrn Westendorf nicht nachvollziehen und alle die ich kenne eben auch nicht. Ich bitte um eine plausible Erklärung.

Ich hatte geplant auf meinem Grundstück eine Bio-Kleinkläranlage zu bauen, welche 95-96% der anfallenden Schadstoffe herausfiltert, doch dies konnte Herr Westendorf nicht genehmigen, da diese für Wasserschutzgebiete zulässige Anlage in der Nähe eines Wasserschutzgebietes liegen würde, wenn sie bei mir auf dem Grundstück verbaut würde.

Angesichts der Tatsache, dass sich rund um den Ort Neuhof Kuhweiden befinden, auf welche jeden Tag hunderte Hektorliter Kuhpisse und -scheiße verbracht werden, für mich nicht nachvollziehbar. Ganz besonders deshalb nicht, weil die Entwässerungsgräben dieser Kuhweiden direkt in dem Zufluss zwischen Großen Wünsdorfer und Mellensee münden.

Als nächstes greifen Herr Westendorf und ihr Naturschützer Herr Koch in meine Gestaltungsfreiheit ein, indem Sie mir vorschreiben, dass das Ferienhaus in Baufeld 7 gedreht werden muss, um mit dem First des Hauses aus dem Kronenbereich der naheliegenden Bäume zu kommen. Mein Bauleiter Herr Herfurth verwies die beiden Herren darauf, dass das barrierefrei geplante Haus dann aber mitten auf dem Zu weg zur Haustür einen riesigen Baumstamm stehen hätte und ein Zugang zur Haustür ginge nur über die schmale bestuhlte Terrasse, natürlich hätte man den Zuweg zur Haustür ja auf der rechten Seite der Haustür verlegen können, doch dann müsste eventuell auch mit dem Rollator durch das Blumenbeet fahren. Die ursprünglich über die ganze Länge des Hauses geplante Terrasse wurde ja vorher ebenfalls von Herrn Westendorf unterbunden, weil die Fläche Baulandes dies nicht hergeben würde.

Sie sehen also, dass ich unter diesen Bedingungen der gestalterischen Freiheit meines Unternehmens entmächtigt wurde, das ist vor den Augen des Grundgesetzes doch sehr bedenklich. Welche Gründe werden hier seitens der unteren Baubehörde für diesen Blödsinn vorgegeben. Ich bitte doch sehr um eine akzeptable Antwort, wenn dies überhaupt möglich ist.

Auch damit aber nicht genug, ihre beiden Gestaltungsexperten Herrn Koch und Herrn Westendorf geben noch eins drauf und brachten das Haus durch die Drehung mit der nördlichen Seite noch um 120 cm weiter unter den Kronenbereich, des mächtigsten der drei Bäume und damit auch in den Wurzelbereich. Jeder 5. Klässler weiß, je älter und mächtiger der Baum und seine Krone, desto ausgeprägter seine Wurzel. Das ist ein Naturgesetz. Die Auflage keine Wurzel über 2 cm dicke zu beschädigen oder zu durchtrennen haben wir dann eingehalten, denn angesichts der aufgestellten Stolperfallen habe ich keine Wahl gehabt. Ich verstoße gegen das eine oder andere Gesetz, so oder so.

Wenn man an dieser Stelle noch nicht von Behördenwillkür sprechen kann, dann gebe ich Ihnen noch einen drauf Frau Harzmann.   

Nachdem telefonisch ausgesprochenen Baustopp, sagte Herr Herfurth zu Herrn Westendorf: „Dann kann ich die Bodenplatte ja gleich wieder abreißen, das geht ja wohl dann am schnellsten.“ Herr Westendorf entgegnete: „Handeln Sie nicht zu voreilig, stellen Sie einen Änderungsantrag und ein schönes Wochenende wünsche ich Ihnen.“ Mein Bauleiter brachte also wie empfohlen den geforderten Änderungsantrag zu Herrn Westendorf und fragte besorgt, wie lange die Bearbeitung jetzt dauern würde, die Antwort war 4-6 Wochen. Dann äußerte sich Frau Hinze, ähnlich wie wir es von der Petze aus der Schule kennen, und sagte: „Der Änderungsantrag wird so wieso nicht genehmigt, das haben wir noch nie getan.“

Da machen zwei angeblich erfahrene Beamte Feuer unter einem Kessel und erzeugen einen völlig unnötigen Druck und eine absurde Situation, die meinen Bauleiter zwingt, entweder zuzuschlagen oder die provozierte Aggression bei sich zu behalten. Auf dem Flur der Behörde platzt der Kessel und mein Mitarbeiter erleidet fast einen Schlaganfall. Ein aus dem Gesundheitsamt herbeigerufener Arzt stellt einen Blutdruck von 200 fest und will meinen Bauleiter gleich mit einem Notarzt ins Krankenhaus bringen lassen. Dieser verweigert aber den ärztlichen Rat und entscheidet sich an der frischen Luft auf einer Bank vor ihrem Dienstgebäude Erholung von diesem asozialen Angriff ihrer Beamten zu suchen.

Sehr geehrte Frau Heizwebel, sie maßen sich an, innerhalb von 3 Werktagen ohne Anhörung eine so schwerwiegende Entscheidung gegen mich zu treffen und begründen das dann auch noch mit dem Verdacht das ich gegen die Anordnung der Einstellung weiterbauen würde, ohne mich zu kennen.

Ich fordere Sie als Mitarbeiterin der Rechtsabteilung der unteren Bauaufsicht auf, diesen Fall im Sinne des bürgerlichen Gesetzbuches und unter den allgemein üblichen Regeln der guten Sitten, Ethik und Moral diesen Fall gründlich zu prüfen. Die Einstellungsanordnung aufzuheben und das Recht wiederherzustellen. Nur durch das eingreifen in mein gutes Recht die Ferienhäuser frei nach meiner Vorstellung in den Baufeldern zu positionieren, natürlich unter Berücksichtigung des Naturschutzes und der Einhaltung der Höhen und Abstandsflächen, hätte ihre Behörde mir diesen ganzen Bockmist ersparen können. Der von ihrer Behörde verursachte Schaden beläuft sich zur Zeit auf 8.000,- Euro und erhöht sich täglich.

Mit freundlichen Grüßen

Katja Knothe

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